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Erich Voigt / [diese Broschüre erarb.: Margarete Horn ; Ewald Buchsbaum]. Hrsg. von d. Komm. zur Erforschung d. Geschichte d. Örtl. Arbeiterbewegung bei d. Stadtleitung Halle d. SED

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  • Umfang/Format: 62 Seiten : Illustrationen ; 20 cm
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: : M -.50
  • Sachgebiet: Sozialgeschichte

6. Oktober 1970. Zwischen Baumaschinen, Schutthalden und Neubauten versammeln sich Tausende Bürger auf dem halleschen Thälmannplatz. Es sind Jugendliche, Werktätige aus halleschen Betrieben und Bauarbeiter, die den verkehrsreichsten Knotenpunkt der Bezirksstadt modernisieren.
Vor dem Haus des Lehrers wird ein Monument enthüllt. Vier gewaltige Fäuste aus Stein recken sich nach oben. Sie symbolisieren den opferreichen Kampf der Arbeiterklasse gegen Militarismus und Imperialismus, für Frieden und Sozialismus. Unter den Teilnehmern befinden sich solche bewährten Veteranen der halleschen Arbeiterbewegung wie die Genossen Albert Röhr, Kurt Arndt, Fritz Lober und Willi Kunz. Die am Sockel des Monuments angebrachten Jahreszahlen erinnern sie an historische Ereignisse der internationalen und der deutschen Arbeiterbewegung.
Zwischen den geballten Fäusten und der für Halle so bedeutsamen Jahreszahl 1925 entsteht bei den Veteranen der Arbeiterbewegung eine unmittelbare Gedankenverbindung; denn am 13. März 1925 eröffnete die Kommunistische Partei Deutschlands ihren Wahlkampf anläßlich der Reichspräsidentenwahlen mit einer Großkundgebung im „Volkspark", an der auch Ernst Thälmann teilnahm.
Die Polizei schoß 15 Minuten nach Eröffnung diese Versammlung auseinander und ermordete 10 Arbeiterinnen und Arbeiter.
Am Tage der Beisetzung der Opfer versammelten sich über 30 000 Arbeiter in den Sälen, dem Garten und der Umgebung des „Volksparkes". Sie kamen aus der Stadt, dem Bezirk und aus allen Gebieten des damaligen Deutschen Reiches.
Es war ein durch nichts auszulöschender Augenblick, als sich Tausende geballter Arbeiterfäuste wie mit einem Ruck in die Höhe erhoben, den Racheschwur der halleschen Arbeiter zu bekräftigen. Die Arbeiter gelobten unbeugsame Feindschaft dem Imperialismus und Militarismus und nicht als einzelne und spontan zu kämpfen, sondern den Kampf vereint in den Organisationen der Arbeiterklasse unter Leitung der Kommunistischen Partei zu führen.
Es scheint als käme all der Zorn, der Haß und in Jahrzehnten gespeicherte Kraft des revolutionären Klassenkampfes in den in Stein gemeißelten gewaltigen Arbeiterfäusten zum Ausdruck. Damals wurden Erfahrungen für den Kampf um die Macht gesammelt — heute ist die Arbeiterklasse die führende Kraft bei der Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft in unserer Deutschen Demokratischen Republik. Den Weg vom „Damals" zum „Heute" bahnten die besten und bewußtesten Arbeiter. Einer von ihnen war unser Genosse Erich Voigt.
 

ein paar Anstreichungen, Besitzerstempel auf dem Umschlag, sonst in Ordnung

Verlag:
Halle : Komm. zur Erforschung d. Geschichte d. Örtl. Arbeiterbewegung bei d. Stadtleitung Halle d. SED
Artikelnummer:
B00069966
Gewicht:
400 gr
Lagerplatz:
S9