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Dach, Simon (Verfasser)

Simon Dach / [Ausw. dieses H.: Dorothea Oehme]

  • Umfang/Format: 31 Seiten : Illustrationen ; 22 cm
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: geh. : M -.90 3-355-00065-5 geh. : M -.90
  • Sachgebiet: Belletristik

Nirgendwo hat die rhetorisch geprägte Poesie des siebzehnten Jahrhunderts ihr Pathos, ihre Bilder- und Prunkrede so weit zurückgenommen wie in den Versen Simon Dachs und seiner Königsberger Garten- und Liederfreunde. Kein anderer gab dem zeittypischen Gelegenheitsgedicht soviel Menschlichkeit, Bürgerlichkeit, greifbare Wirklichkeit seiner Tage mit. Keiner hob es zugleich so sicher und einfach über den Anlaß hinaus, knüpfte es so leicht an die europäische Renaissancetradition an. Weltliches und Geistliches, horazisches Carpe-diem und christliches Memento-mori, Heiterkeit und Melancholie, Nüchternheit und Innigkeit verbinden sich in den besten Liedern zu wundersamer, schlichter Einheit. Als Höchstes rühmen sie den freien Lebensmut. Und in wenigen ergreifenden Gedichten wird das Leidensgesicht ihres Autors in einer Schärfe kenntlich wie bei kaum einem anderen Zeitgenossen.
Eberhard Haufe
Simon Dach, geboren am 29. Juli 1605 in Memel (heute Klaipeda). Besuch der Domschule in Königsberg (heute Kaliningrad) und der Stadtschulen in Wittenberg und Magdeburg; ab 1626 Studium der Theologie, dann der Philosophie und Literatur in Königsberg, mußte seinen Lebensunterhalt als Hauslehrer verdienen; 1633 Anstellung als Lehrer an der Königsberger Domschule, 1636 zu deren Konrektor ernannt; 1639 erhielt er die schlecht bezahlte Professur für Poesie an der Königsberger Universität, deren Rektor er 1656 wurde; Dach zählte mit Robert Roberthin, Heinrich Albert (dem Komponisten des Annchen von Tharau) und anderen zum Königsberger Dichterkreis, der sich, da man häufig im Garten Alberts zusammenkam und Sinnsprüche in Kürbisse schnitt, auch Musikalische Kürbishütte nannte; sein Lebensabend war von schwerer Krankheit überschattet, immer wieder auch drückten finanzielle Nöte; kurz vor seinem Tode erhielt er von Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg, ein kleines Landgut als Geschenk. Simon Dach starb am 15. April 1659 in Königsberg. Er hinterließ ein umfangreiches lyrisches Werk. Zu seinen Lebzeiten erschien keine Sammlung seiner Gedichte. Ausgaben: GEDICHTE DES KONIGSBERGER DICHTERKREISES (1883/84), GEDICHTE (4 Bände, 1936-38).
 

broschiert, Heft. Verlag: Berlin : Verlag Neues Leben, POESIEALBUM 230.



ordentlich, gutes Exemplar,

noch mehr vom Autor? Bitte schön ...

Dach, Simon