Titel
DIE HÄLFTE DES WEGES: Zehn Jahre danach: Deutschland ist außenpolitisch akzeptiert und integriert. Und der Stand der Einheit? Die Deutschen sind mit den neuen Gegebenheiten einverstanden - aber wenig glücklich mit ihren neuen Landsleuten. (S. 30)
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Als die Welt sich öffnete: Abiturienten aus West- und Ost-Berlin, die 1990 in die Einheit und in das Leben gingen: Was sie hofften, was sie träumten, was aus ihnen wurde. (S. 34)
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Schwelgen und summen: Der Friedrichstadtpalast, früher von Wessis als Hupfdohlenbude verspottet, ist heute das erfolgreichste Theater Berlins. (S. 42)
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Einheit? Welche Einheit?: Nicht der Rhein, sondern die Elbe ist der deutsche Fluss. Auf 727 Kilometern durchquert sie den neuen Osten und den alten Westen. Wie gesamtdeutsch sind die Uferbewohner in den letzten zehn Jahren geworden? (S. 46)
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Eine andere Sprache: Im Erfolg verliert sich der Unterschied zwischen Ost und West. Im Misserfolg brechen alte Konflikte in Sydney auf. (S. 52)
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Strohhalm aus der DDR: Der Ostdeutsche Jochen Köhn versuchte sich nach der Wende als Bauunternehmer. Doch Brandenburgs Bürokratie hat ihn ruiniert. (S. 56)
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Du bist nicht allein: Die "Super Illu" aus dem Burda-Verlag ist die meistgelesene Illustrierte im Osten - weil sie strikt an der Teilung des Landes festhält. (S. 58)
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Auf neutralem Boden: Der Potsdamer Platz in Berlin war die erste gemeinsame Landnahme von Ost und West. Ein Teflon-Stadtteil als bessere Welt. Auf geschichtsfreiem Areal funktioniert die Vereinigung besser als anderswo: Ostler und Westler kommen in gleichem Maß, als seien sie gequotet. (S. 60)
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"Ich war kein Held": Der wegen Wahlfälschung verurteilte ehemalige SED-Oberbürgermeister von Dresden, Wolfgang Berghofer, würde gern in sein Amt zurückkehren - als Symbol der Versöhnung. (S. 62)
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"Etwas zu schnell": Auch elf Jahre nach ihrer Flucht in den Westen entdecken zwei Neu-Bonner gelegentlich die alte DDR in sich. (S. 66)
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Nix vermisst: Der ehemalige LPG-Melker Hubert Bünger ist jetzt Animateur für Feriengäste in einem Robinson Club in Mecklenburg. (S. 68)
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Schlimmste Not: Der Duisburger Kämmerer Peter Langner (SPD) über die Auswirkungen der Einheit auf die Kassenlage seiner Stadt (S. 71)
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Wenn Mielke kam: Ein westdeutscher Politikprofessor von der Freien Universität Berlin macht Karriere als Dorfbürgermeister in der Uckermark. (S. 72)
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Angenehme Menschen: Edgar Emter, 43, Tankstellenbesitzer im Schwarzwaldörtchen Lauterbach, über Ostdeutsche, blühende Landschaften und die Kosten der Einheit (S. 78)
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"Da kommen die Ostleute": Wie ein früherer Politikberater nach der Wende eine neue Karriere als Unternehmer begann (S. 80)
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Der Weg zur Einheit: Die wirtschaftlichen Grundlagen für das wieder vereinigte Deutschland (S. 82)
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"Die Sonderwege sind zu Ende": Der Berliner Historiker Heinrich August Winkler über die linken Vorbehalte gegen die Wiedervereinigung und die Verwestlichung des Ostens (S. 85)
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Der Ost-Wessi: Er war der größte Star aus dem Osten im gesamtdeutschen Fußball. Nun soll Matthias Sammer ausgerechnet Borussia Dortmund, Sinnbild neureicher Arroganz, runderneuern. (S. 90)
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Kalter Krieg: Bernd Bisterfeld verliert lieber den Job, als mit der Firma vom westfälischen Hagen nach Ohrdruf am Thüringer Wald zu ziehen. (S. 94)
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Frische Farbe: Ein Iraner aus Berlin rettet die verbliebenen Mauer-Gemälde vor dem Verblassen. (S. 96) 130
UNGEWÖHNLICHE LAUFBAHN: Ein streitbarer Mensch war Hans-Olaf Henkel schon immer, und auch in seiner Biografie nimmt der zum Jahresende scheidende Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie wenig Rücksicht auf die Mächtigen in Politik und Wirtschaft. Ungewöhnlich offen beschreibt Henkel, 60, seine Kindheit und Jugend, seine Karriere als IBM-Manager und sein bisweilen gespanntes Verhältnis zu Helmut Kohl und Gerhard Schröder. Auszüge:
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MUSIKGESCHÄFT - Sahniger Sound: Die Discjockeys der Urlaubsinseln entwickeln sich zu den heimlichen Stars der Klangindustrie. Besonders profitabel: Ibiza-Produktionen.
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INTENDANTEN - "Lösegeld wäre mir peinlich": Fritz Pleitgen, 62, wiedergewählter WDR-Intendant, über seinen Wechsel zwischen Büroalltag und Reporter-Dasein
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TV-KONZERNE - Das Duopol: Nach der Fusion von Sat.1 mit der ProSieben-Gruppe wird der private Fernsehmarkt von zwei großen Senderblöcken beherrscht. Die Unternehmen jubeln über steigende Renditen, doch Kritiker befürchten ein Ende des Wettbewerbs, weniger Vielfalt und eine weitere Konzentrationswelle.
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SPORTSENDUNGEN - Tyrannei der Geschwätzigkeit: Bei der Rundum-Berichterstattung über die Olympischen Spiele, wie auch bei Fußball- und Formel-1-Übertragungen, wird Sport im TV immer mehr zur Soap-Opera. Von Reinhard Mohr
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* 7. Globale Politik * 7.2. Die Zukunft Europas - DAS DRITTE ELEMENT: Die Europäische Union, noch auf der Suche nach ihrer Identität, sollte nach Meinung des Philosophen und Politikberaters GERT KEIL zunächst eine Art Labor für verschiedene politische Modelle bleiben.
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* 7. Globale Politik * 7.2. Die Zukunft Europas - WAS IST DEUTSCH?: Je vernetzter die Welt, je undurchsichtiger die Rolle der internationalen Organisationen, desto nötiger wird eine Antwort auf die Frage: Was ist das Wesen der Nation?
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* 7. Globale Politik * 7.2. Die Zukunft Europas - "ROSEN UND DORNEN": Mehr als 30 Jahre lang hat die EU der Türkei die kalte Schulter gezeigt - aus abendländischer Arroganz und Angst vor dem Orient. SPIEGEL-Autor DIETER WILD über die europawillige Türkei und das unwillige Europa.
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* 7. Globale Politik * 7.2. Die Zukunft Europas - "EIN TRAUM MUSS SEIN": Das vereinte Europa sollte nach Meinung des estnischen Ministerpräsidenten MART LAAR möglichst schnell Wirklichkeit werden. Für ihn endet Europa an der Narva, der Grenze Estlands zu Russland.
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Sport
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DEUTSCHE MANNSCHAFT - "Westniveau plus X": Entgegen den fröhlichen Prognosen der Funktionäre gewannen die deutschen Athleten in Sydney weniger Medaillen als vor vier Jahren. Künftig kürzt der Staat die Fördergelder. Die Abhängigkeit des Sports von privaten Geldgebern wächst.
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"Die Welt ist bunter geworden": Die Kanutin Birgit Fischer und der Fechter Arnd Schmitt über die Ursachen für das Abschneiden der Deutschen und die Folgen für die Zukunft
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IOC - Der deutsche Ring: Thomas Bach, Walther Tröger und Roland Baar repräsentieren das Internationale Olympische Komitee perfekt - auch wenn sich nach den jüngsten Dopingaffären der Druck auf das Politbüro des Sports erhöht hat. Von Alexander Osang
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SOMMERSPIELE 2004 - König Dimas: Das IOC hat Zweifel, ob Athen die nächste Olympiade ausrichten kann. Ein Gewichtheber soll als Propagandist das Land in Stimmung bringen.
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ARCHITEKTUR - Geliebte Dickmadame: Halbzeit beim Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche: Aus aller Welt fließen Spendenmillionen in die archäologische Rekonstruktion des Wunderwerks - Balsam für die verwundeten Seelen der Kriegsgeneration. Von Jürgen Neffe
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KINO - Rituale der Glatzen: Zwei besessene Hamburger Nachwuchsregisseure machen mit einem Film über die Skinhead-Szene international Furore - nur in Deutschland ist ihr Werk unerwünscht.
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KULTURGESCHICHTE - Trapper ohne Feuerrohr: Die treue Flinte gilt als bester Helfer des US-Siedlers. Doch nun korrigiert ein Historiker den Wildwest-Mythos: Mit Schusswaffen konnten die frühen Kolonisten nichts anfangen.
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LITERATUR - Bungalow der Hoffnung: Aus einer alltäglichen Begebenheit - dem Streit um ein Haus - hat US-Autor Andre Dubus III eine hoch dramatische Story entwickelt.
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KRIMIS - Melancholischer Moralist: Dramatische Verbrecherjagd in Göteborg: Mit seinem neuen Krimi macht der Schwede Åke Edwardson dem Bestseller-Autor Henning Mankell Konkurrenz.
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MUSIKWISSENSCHAFT - Doping fürs Gehirn: Jahrelanges Üben am Klavier oder Cello, fanden Forscher heraus, verändert bei Berufsmusikern Teile der Großhirnrinde. Und es fördert sogar die Intelligenz.
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KUNSTSTREIT - Doll, Dollar, Dalí: Eine Augsburger Ausstellung, in der etliche angeblich gefälschte Dalí-Bilder zu sehen sind, entwickelt sich zum Riesenskandal - von dem die Veranstalter bislang nur profitieren.
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POP - Gitarren im Maler-Atelier: Mit ihrem neuen Album rechtfertigt die britische Band Radiohead ihren Ruf als Intellektuellentruppe - und dürfte doch viele Fans verstören.
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Gesellschaft
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LUXUS - Raketenautos für Superreiche: Mit Extremsportwagen zu Preisen von weit über einer halben Million Mark setzen VW und Mercedes auf die Kaufkraft des Geld-Adels. Porsche reagiert auf das Wettrüsten mit einem über 330 km/h schnellen Super-Zweisitzer - und misstraut als einziger Hersteller der ungebremsten PS-Euphorie.
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HOBBYS - Sehnsucht nach Schwarz-Weiß: Findige Unternehmer bieten Krimi-Fans eine neue Art Urlaub: Mordermittlungen zum Mitmachen.
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SEXUALITÄT - Tragödie als Schurkenstück: Mann ist Mann, Frau ist Frau? Ein Buch des US-Autors John Colapinto stellt alte Fragen neu. Die Gewissheiten in der Geschlechterordnung täuschen. Von Gunter Schmidt
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GRÜNE - Spannendes Medium: Gunda Röstel macht Karriere: Die einstige Parteichefin wird zur Lobbyistin und verkauft jetzt Wasser.
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RAUMFAHRT - Taxi ins All: Vom Flugzeug aus will eine russische Firma Satelliten in die Erdumlaufbahn schießen - und zwar konkurrenzlos billig.
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MEDIZIN - "Wind in der Glut": Urologie-Professor Gerd Ludwig über die "Wechseljahre des Mannes", die Wirkungen des Männlichkeitshormons Testosteron und die Risiken einer unkontrollierten Hormonersatz-Therapie
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HYGIENE - "Materie am falschen Ort": Neuartige Wundertücher verheißen Sauberkeit ohne Mühsal und Chemie. In der Verkaufsmagie steckt ein wahrer Kern: Der moderne Putzlumpen ist ein Meisterwerk der Technik.
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ANTHROPOLOGIE - Märchen vom Totschläger: Sex mit jungen Indianern? Experimente mit Masern-Viren? Inszenierte Stammesfehden? Forscher aus dem Westen sollen Südamerikas Yanomami für Menschenversuche missbraucht haben.
gutes Exemplar, ordentlich
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- spiegel-verlag
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