TITELGESCHICHTE
Zahnärzte: Die goldene Zunft 36
Standesfunktionäre treiben
..Honorar-Kosmetik" 39
Eine Zahnarzthelferin berichtet 42
SPIEGEL-GESPRÄCHE
Mit dem rheinland-pfälzischen Innenminister Schwarz über den Entwurf
zum neuen Polizei-Gesetz 29
Mit dem sowjetischen Regime-Kritiker Andrej Amalrik über die Demokratische
Bewegung in Rußland 74
DEUTSCHLAND
Reformpolitik
Angst vor unpopulären Wahrheiten 19
SPIEGEL-Interview mit Bundespräsident Scheel über die Versäumnisse der Parteien 21
Wahlkampf
Juristerei als Politik-Ersatz 23
Deutschlandpolitik
Genscher bestimmt den Kurs 24
Terroristen
Kommt Rolf Pohle wieder frei? 26
Ministerpräsidenten
Kanzlerkandidat Kohl attackiert seinen
Nachfolge-Kandidaten in Mainz 27
Parteien
Hessens FDP grenzt sich naeh links ab 33
Justiz
Umstrittenes Mord-Urteil gegen
Gastarbeiter 52
Prozesse
Gerhard Mauz zum Urteil über den
„Vampir" Kuno Hofmann 57
Exorzismus
Die Teufel hießen Nero und Hitler 60
Käferplage
Bevölkerungsexplosion bei
Marienkäfern 62
Bayern
Kommen die Ur-Bajuwaren
aus dem Orient? 64
WIRTSCHAFT
Bankiers
Der Aufstieg des Jürgen Ponto 50
Geldanlage
Preisverfall bei Münzen und Medaillen 54
•
Bundesunternehmen
Rekordverluste der Diag 60
Südafrika
Die katastrophalen Folgen
der Goldpreis-Talfahrt 73
Großbritannien
Manager klagen über sinkenden
Lebensstandard 82
USA
Angriff auf Verbraucher-Anwalt Nader 85
DEUTSCHLAND
Scheels Parteien-Kritik Seite 21
„Ein Gefühl des Unbehagens" beschleicht den Bundespräsidenten angesichts der allzu kurzatmigen Gesellschaftspolitik der Bonner Parteien. In einem SPIEGEL-Interview kritisiert Walter Scheel ihre mangelnde Bereitschaft, Sachprobleme anzupacken und vermeintlich Unpopuläres durchzusetzen. Das Staatsoberhaupt fordert: „Das Bewahren darf nicht zum Generalnenner unserer Politik werden."
Zweifel um Pohle Seite 26
Bonner und bayrische Justizbehörden bezweifeln, daß der vorletzte Woche in Athen verhaftete Terrorist Rolf Pohle bald wieder in bundesdeutschem Gewahrsam ist. Sie fürchten sogar, daß ihn die Griechen womöglich laufen lassen. Von der Athener Öffentlichkeit ist er schon halbwegs freigesprochen: Sie hält Pohle für politisch verfolgt.
Bewaffneter Einmarsch in Hessen? Seite 29
Das Polizeirecht soll verschärft, Polizisten mit Handgranaten gerüstet, der Todesschuß legalisiert werden. Heinz Schwarz, CDU-Innenminister in Mainz, will notfalls in Hessen einmarschieren, um — so in einem SPIEGEL-Gespräch — dort eine „vorrevolutionäre Situation zu beenden".
AUSLAND
Gift-Horror in Oberitalien Seite 70
Werden in der oberitalienischen Region Seveso, wo sich am 10. Juli eine giftige Industriewolke von TCDD niederlegte, je wieder Menschen leben können? Erfahrungen mit einem vergleichbaren Vorfall 1953 in Ludwigshafen lesen sich wie Hexenküchen-Horror.
Regimekritiker Amalrik: „Zurück zu den Sowjets!" S. 74
Millionen schweigender Sowjetbürger sieht er auf seiner Seite, im Kampf gegen die Partei, „die von Freiheit und Recht redet, aber das Gegenteil aufrechterhält". Der aus Moskau emigrierte Historiker Amalrik weiß eine Alternative: Arbeiterräte mit Mehrparteien-System. Skeptisch beurteilt der Dissident die Entspannungs-Politik: Nur Druck von außen, der das Regime in Krisen bringt, erzwinge innenpolitische Veränderungen „das war in Rußland immer so".
KULTUR
Der Jubiläums-Krach in Bayreuth Seite 106
Die Hundertjahrfeier am Grünen Hügel endete mit manchem Mißklang: Die konservativen Jünger Richard Wagners reagierten mit schriller Wut auf die Neuinszenierung des „Rings" durch das französische Team Patrice Chereau und Pierre Boulez. Wolfgang Wagners neues Eheglück sorgte zudem für einen Familienzwist im Hause Wagner.
Millionen drängen auf Tennisplätze Seite 118
Deutschlands Trimm-dich-Willige haben ein neues Exerzierfeld entdeckt: den Tennisplatz. Doch die Millionenbewegung der Ballschläger ist ein Volk ohne Raum: In den Tennisvereinen teilen sich bereits durchschnittlich 50 Mitglieder einen Platz, und vor den Tennisanlagen der Kommerzbetriebe warten Zehntausende auf eine Trainerstunde. Immerhin bringen die neuen Fans der Tennis-Industrie Milliarden.
WIRTSCHAFT
Bankiers: Die Karriere des Jürgen Ponto Seite 50
Immer deutlicher profiliert sich der Vorstandssprecher der Dresdner Bank, Jürgen Ponto, zum Nachfolger des einstigen Groß-und Deutschbankiers Hermann Josef Abs. Mit einem auf seine Person ausgerichteten Führungsstil trieb er das Institut zu ungewöhnlichen Wachstumsraten. Vor allem im Auslandsgeschäft will Ponto der Größte sein: Erst Ende Juli vergab er einen neuen Milliarden-Kredit.
Verlust mit Silbermedaillen Seite 54
„Für den größten Schwindel des Jahrhunderts" hält der Präsident des Deutschen Münzverbandes Ringberg das Geschäft mit Gedenkmünzen. Die häufig in Millionenauflage geprägten Silberlinge sind nur einen Bruchteil ihres Preises wert. Die Banken zahlen für Medaillen lediglich den Metallwert. Und der macht nur 25 Prozent des Preises aus.
Südafrika sackt ab Seite 73
Für Südafrika wird es ernst: Ärzte und Lehrer, Manager und Techniker verlassen ohne Rückflugticket das Land. Der Verfall des Goldpreises, auf den die Südafrikaner ihr wirtschaftliches Wachstum bauten, zieht das Land in eine brisante Krise. Schon in den letzten Monaten war die Regierung auf Bankkredite angewiesen, um ihre Ausgaben zu bestreiten.
AUSLAND
Libanon
Die Schlacht um Tel Satar 68
Japan
Regierungskrise durch
Bestechungsskandal 69
Italien
Die Giftkatastrophe von Seveso 70
Erdbeben
Chinas Warnsystem wurde überrascht 72
Thailand
Dorado für Killer 83
SERIE
Carlos, der Terrorist (II) 86
OLYMPIA '76
SPIEGEL-Interview mit dem ARD-Programmdirektor Hans Abich über die
Berichterstattung des Fernsehens 99
Theo Tripler: Schaltfehler 100
Pharma-Schub für Olympia-Kämpfer 101
Bundessprinterinnen
so schnell wie Männer 103
KULTUR
Festspiele
Der Jubiläums-Skandal von Bayreuth 106
Hans Mayer über die
„Ring"-Neuinszenierung 108
Fernsehen
Das ZDF zeigt fünf Kitschfilme des ehemaligen Kinderstars Shirley Temple 112
Bücher
Ulrich Lohmar über Ernst Albreeht
..Der Staat — Idee und Wirklichkeit" 113
Automobile
Der neue Audi 100 114
Design
SPIEGEL-Redakteur Peter M. Bode
über Ettore Sottsass 116
Freizeit
Tennis wird zum Milliardengeschäft 118
Aberglaube
Wunderheiler tagten in Augsburg 120
gutes Exemplar, ordentlich,
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- spiegel-verlag
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