Wenn Dich des Glückes Wonne trifft : Glückwunschkarten d. 18. u. 19. Jh. / hrsg. von Renate Veigel. [Die Farbaufnahmen fertigte Karin Döring an]

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  • Ausgabe: 1. Auflage
  • Umfang/Format: 87 Seiten : nur Illustrationen (z.T. farbige) ; 28 cm
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: Gewebe : M 22.80 3-359-00037-4 Gewebe : M 22.80
  • Sachgebiet: Bildende Kunst

Das Schreiben und Versenden von Glückwunschkarten — ' für uns heute eine liebgewordene Selbstverständlichkeit oder leidige Pflicht — im Rokoko erstmals in Mode gekommen hatte seine große Zeit im vorigen Jahrhundert; im beschaulichen Biedermeier ebenso wie in der betriebsamen Gründerzeit. Verdankt doch auch die Glückwunschkarte ihre überaus schnelle Verbreitung nicht zuletzt der wohl wichtigsten Erfin-
. dung im 19. Jahrhundert auf dem Gebiet der Graphik — der Lithographie. Wurden auch schon seit der Mitte des 15.Jahrhunderts vereinzelt Holzschnitte und Kupferstiche als Neujahrswünsche gefertigt, so fanden die Glückwunschkarten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Deutschland jedoch erstmals größere Verbreitung.
Vermutlich aus dem Bestreben, das Erscheinen bei Freunden vorher anzukündigen oder lästige Höflichkeitsbesuche zu umgehen, verschickten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vornehme Herrschaften kleine Kärtchen. Innerhalb kurzer Zeit entstanden einerseits die Visitenkarten, andererseits die mit bildlichen Darstellungen verzierten Glückwunschkarten. Diese beliebten kleinen Graphiken — zumeist handkolorierte Kupferstiche und Radierungen — wurden von speziellen Wunschkartenverlagen, Buchhandlungen, aber auch von sogenannten »fliegenden« Händlern angeboten.
Ankündigungen in Zeitungen sorgten für immer größere Popularität dieser neuen Wunschübermittler. Auch in der Vossischen Zeitung, den Berlinischen Nachrichten von Staats- und gelehrten Sachen, waren Werbeannoncen der Kartenhersteller zu lesen. Schon zum Neujahrstag 1770 wurden in Berlin scherzhafte, satirische und moralische Wünsche für »Herren und Damen, Messieurs und Demoiselles, bürgerliche Mannspersonen und Frauenzimmer« angeboten.
Für die in unterschiedlichen Techniken gedruckten Karten erfanden die Hersteller sehr klangvolle Bezeichnungen. Da gab es z. B. scherzhafte Wünsche »A l'ombre chinoise« — worunter Transparentkarten zu verstehen sind, die, gegen das Licht gehalten, figürliche Darstellungen sichtbar werden ließen, und Wünsche ä la Wedgwood — Karten mit weißen Reliefprägungen auf blauem Grund, die an die englische Wedgwoodkeramik erinnern.
 

Einband leicht berieben, sonst ordentlich und gut erhalten

Verlag:
Berlin : Eulenspiegel-Verl.
das Buch hat Überformat und kann nicht mehr als Büchersendung verschickt werden (5.90¤ innerhalb Deu
Artikelnummer:
B00057497
Gewicht:
1900 gr
Lagerplatz:
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