- Ausgabe: 1. - 3. Tsd.
- Umfang/Format: 136 Seiten ; 8
- Einbandart und Originalverkaufspreis: : 5.80
- Sachgebiet: Sozialwissenschaften
Vor Jahren lieferte Milovan Djilas in seinem Buch >Die neue Klasse( eine Anatomie des stalinistischen Herrschaftssystems, das er als Totalitarismus auswies. 1 - - zwischen hat sich die Situation in Osteuropa gewan- delt. Doch die Hoffnungen, die an den Polnischen Frühling im Oktober, an den Ungarischen Aufstand und an den langen Frühling Prags geknüpft worden sind, haben sich nicht erfüllt. Die Entwicklung ist andere Wege gegangen.
Wer könnte dazu besser Stellung nehmen als Menschen, die diese Entwicklung unmittelbar erlebt haben? Eine Analyse aus der Feder osteuropäischer Autoren liegt jetzt vor: geschrieben von zwei jungen Polen. Für das, was sie geschrieben und getan haben, saßen sie und sitzen sie seit den Warschauer Studentenunruhen vom März 1968 wieder im Gefängnis — am 15.1.1969 wurden sie erneut, zu dreieinhalb Jahren, verurteilt.
Mit Jacek Kuren, Jahrgang 1935, und Karol Modzelewski, Jahrgang 1937, hat sich in Osteuropa eine neue Generation zu Wort gemeldet, die Söhne der Kommissare von gestern, der Monopolbürokraten von heute. In einem >Offenen Brief an die Partei( haben die Verfasser, ihrer alten Illusion beraubt aber von neuen Hoffnungen beflügelt, die nachstalinistischen Regime scharf-
sinnig seziert. Sie haben sie als Monopolsozialismus( bestimmt. Und sie haben auch gesagt, wie sie enden werden.
Was hier vorliegt, ist eine vorbildliche Analyse Marx-scher
I Prägung, die Anatomie dessen, was sich in so verschiedenen Formen als Sozialismus versteht. Eine derartige geschlossene Darstellung des Sozialismus in seiner gegenwärtigen Gestalt als Monopolbürokratismus ist seit Djilas nicht mehr geschrieben worden und das liegt zwölf Jahre zurück.
gutes Exemplar, Einband und Buchblock altersgemäß gebräunt, Gesamtzustand gut
- Verlag:
- Hamburg : Hoffmann u. Campe
- Artikelnummer:
- L00052637
- Gewicht:
- 400 gr
- Lagerplatz:
- A86