- Umfang/Format: 402 Seiten : Illustrationen; ; 21 cm.
- Anmerkungen: Literaturverz. Seiten 344 - 346.
- Einbandart und Originalverkaufspreis: : M 14.80
- Sachgebiet: Bildende Kunst, Kunstgewerbe ; 13a Musik, Tanz, Theater, Film, Rundfunk ; 14a Geschichte, Kulturgeschichte, Volkskunde
„Bei meiner Berufung nach Sachsen empfing mich das noch aus vielen Wunden blutende Dresden, in das ich nach langerTrennung heimgekehrt war, mit keinem freundlichen Gesicht. Es glich nicht mehr der Stadt, die ich von meiner Jugend her kannte. Ich war erschüttert über den Anblick des zerbombten Zwingers und der Gemäldegalerie, des verwüsteten Zentrums und der vernichteten Wohnviertel . . .”
So erinnert sich heute Max Seydewitz an seine Heimkehr in die Stadt am Strom. Sie ist ihm Heimat geblieben. Mit ihr fühlt er sich eng verbunden. Als Ministerpräsident des Landes Sachsen und später als Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden blieb er nicht nur Beobachter, er hat den Neuaufbau der Stadt und ihre kulturelle Entwicklung entscheidend mit beeinflußt.
Aus dem reichen Schatz seiner Erfahrung schreibt er ein besonderes Stück Geschichte: die Geschichte der Kunst und Kultur einer Stadt, die im Laufe der Jahrhunderte selbst zum Kunstwerk wurde. Bauwerke wie der Zwinger, die von Semper gebaute Ge-
mäldegalerie und die Oper, Chiaveris Hofkirche, das Johanneum, die Brühlsche Terrasse bis zum Albertinum, die Kreuzkirche, das Japanische Palais und andere kulturhistorische Gebäude sind beredte Zeugen dieser Entwicklung. Von den Anfängen der Residenzstadt bis in' die Gegenwart schlägt der Autor den Bogen. Er schildert den Prunk barocker Fürstenhöfe ebenso wie das Leben derer, die durch ihre Arbeit diesen Prunk erst ermöglicht haben, berichtet über den Untergang der Kunststadt im Februar 1945 ebenso wie über ihren damals von vielen kaum für möglich gehaltenen Wiederaufstieg. Er läßt den Leser noch einmal das wechselvolle Schicksal der durch die Sowjetunion geretteten Kunstschätze nacherleben. Max Seydewitz zeichnet ein Bild von dem aus Schutt und Trümmern entstandenen sozialistischen Dresden, in dem die neu gebauten Stadtteile harmonisch mit dem wiederaufgebauten alten, architektonisch reizvollen Zentrum verbunden sind, in dem Kunst und Kultur reicher blühen und liebevoller gepflegt werden als jemals zuvor.
gutes Exemplar, altersgemäß gebräunt, Gesamtzustand gut
- Verlag:
- Berlin : Buchverlag Der Morgen
- gebundene Ausgabe,
- Artikelnummer:
- B00064883
- Gewicht:
- 400 gr
- Lagerplatz:
- L76