- Ausgabe: 1. Auflage
- Umfang/Format: 64 Seiten : zahlreiche Illustrationen ; 24 cm
- Einbandart und Originalverkaufspreis: kartoniert : DM 19.80 3-7954-1030-4 kartoniert : DM 19.80
- Sachgebiet: Bildende Kunst ; 12 Christliche Religion
In den sakralen Kostbarkeiten der Domschatzkammer St. Petri in Bautzen, die der vorliegende Band mit einem detaillierten Katalog und einer Vielzahl von Abbildungen umfassend dokumentiert, spiegelt sich die wechselvolle, mehr als 750 Jahre währende Geschichte des Bautzener Domsees anschaulich wider. Kirchlich von Beginn an ein Teil des 968 durch Kaiser Otto I. gegründeten Bistums Meißen, entwickelte sich Bautzen vor allem im 15. Jahrhundert zu einem künstlerischen Sammelpunkt der Oberlausitz. Während der Reformation in den sächsischen Landen als kleine katholische Kirchenprovinz fortbestehend, bildete das Bautzener Domstift St. Petri im 18. Jahrhundert, nach der Konversion der sächsischen Kurfürsten und polnischen Könige Friedrich August E und Friedrich August III zur katholischen Kirche, neben Dresden das zweite Zentrum katholischen Lebens in Sachsen.
Mit einer Auswahl von rund 160 sakralen Objekten, die im Laufe der Jahrhunderte für die Bautzener Domkirche erworben und gestiftet wurden, erschließt dieser Große Kunstführer über die 1985 in den Räumen des Domdekanats eröffnete Bautzener Domschatzkammer eine erstaunliche Fülle künstlerisch wie liturgisch wertvoller Zeugnisse, die bislang z. T kaum bekannt waren. Unterteilt in sechs Themenbereiche, werden liturgische Gefäße und Geräte, feingestickte Gewänder und Textilien, Bücher, qualitätvolle Gemälde und Skulpturen, Devotionalien sowie kostbare Gläser vorgestellt. Das älteste Stück des Domschatzes, ein Tragaltar vom Niederrhein, in Limoger Emailtechnik gefertigt, datiert um 1220. Die glanzvolle Epoche des sächsischen Barock, ein Hauptakzent der Bautzener Sammlung, ist u. a. vertreten durch Skulpturen von Balthasar Permoser und Lorenzo Mattielli.
Bis hinauf in unsere Zeit ist der Domschatz organisch gewachsen. Er setzt sich nicht aus entfunktionalisierten musealen Schaustücken zusammen, sondern aus auch heute noch „dienenden" Kunstwerken, die während der liturgischen Feiern Verwendung finden: ornamenta ecclesiae, Schmuckstücke der Kirche, die einen Abglanz der ewigen Herrlichkeit zum Vorschein kommen lassen.
gutes Exemplar, ordentlich
- Verlag:
- München ; Zürich : Schnell und Steiner
- broschiert,
- Artikelnummer:
- B00065334
- Gewicht:
- 400 gr
- Lagerplatz:
- A65