- Umfang/Format: 29 Seiten : zahlreiche Illustrationen ; 27 cm
- Anmerkungen: Status nach VGG: vergriffen
- Einbandart und Originalverkaufspreis:
- Sachgebiet: Bildende Kunst ; 45 Architektur
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Unsere Schrift richtet sich an das Auge des Lesers. Sie befaßt sich mit der Schönheit eines äußerst alltäglichen Gegenstandes, mit der Schönheit des Ziegeldachs, einem uralten Thema. Die Notwendigkeit, sich mit einer Sache auseinanderzusetzen, die jedermann kennt oder zu kennen meint, resultiert aus der gegenwärtigen Situation.
Ein Dach besteht, wie man weiß, aus dem Grundelement Ziegel und dieses wiederum aus Ton oder Lehm, also Erde, die, zu einer bestimmten Form gebrannt, eben den Ziegel ergibt. Feuer und Erde sind nötig, um den Ziegel hervorzubringen, und die unerläßliche Voraussetzung für seine faszinierenden Qualitäten. Jahrtausende hindurch, in jeder Stadt, jedem Dorf, jedem Winkel des Abendlandes sind Ziegel und abermals Ziegel zur Ausstattung der Dächer verwendet worden. Zahllose Generationen haben sich an ihrem Anblick erfreut und ihren sanften, weithin strahlenden Glanz und die differenzierte Pracht ihrer Farbe als eine selbstverständliche Wohltat empfunden. Alle Baumeister haben mit ihnen gearbeitet Selbst in den Blütezeiten der Menschheit, in den Epochen der Hochkulturen, als Künstler, Handwerker und ihre Auftraggeber über ein Höchstmaß an Kompetenz in ästhetischen Fragen verfügten, blieben die Dachziegel unentbehrlich. Ein Material, das solche Bewährungsproben bestanden hat, muß beträchtliche Vorzüge besitzen. Es muß, das ist zwingend, vollkommen zweckmäßig sein und gleichzeitig optimal schön.
Die durch einen langen Ausleseprozeß zustandegekommene Dachziegelschönheit ist allerdings nur das Ende einer Entwicklungsreihe. An ihrem Anfang stand das elementare Bedürfnis des Menschen nach Geborgenheit, Wärme und Schutz, der Wunsch, ein Dach über dem Kopf zu haben. Das Dach wurde so zu einem Symbol der Zuflucht. Noch unsere unmittelbaren Vorfahren pflegten in ihren Reiseberichten den klassischen Satz zu benutzen: „Als wir uns unserem Ziele näherten, erblickten wir in der Ferne die Dächer von X." Sie sagten nicht „Häuser, sie sagten „Dächer, und sie wußten, wovon sie sprachen. Mit Kinderbildern verhält es sich ähnlich. Kinder bevorzugen Rot, wenn sie Dächer inalen. „Rot" und „schön" bedeuten bei ihnen dasselbe. In ihren Bildern stellt
gutes Exemplar, ordentlich,
- Verlag:
- Bonn : Arbeitsgemeinschaft Ziegeldach
- Heft
- Artikelnummer:
- B00068139
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- 400 gr
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- A54