Amphoren, Wracks, versunkene Städte : Grundlagen, Probleme, Erfahrungen u. Ergebnisse d. Unterwasserarchäologie / Günter Lanitzki. [Ill.: Horst Schleef]

Gewicht: 0.4 kg

Sofort lieferbar

3,90 €
inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
  • Ausgabe: 1. Auflage
  • Umfang/Format: 179 Seiten : zahlreiche Illustrationen, graph. Darst., Kt. ; 24 cm
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: : M 14.80
  • Sachgebiet: Archäologie ; 14a Geschichte, Kulturgeschichte, Volkskunde ; 12a Bildende Kunst, Kunstgewerbe

Methoden und Techniken der Unterwasserarchäologie
Faszinierende Wege kann die Archäologie gehen, seit neue Techniken es gestatten, unter Wasser zu forschen. Zeugen längst vergangener Kulturen liegen in tiefen, von keinem Lichtstrahl je durchdrungenen Gewässern. Die nun mögliche Suche nach ihnen ist nicht minder abenteuerlich als die Ausgrabung ägyptischer Pharaonengräber. Günter Lanitzki, auf eigenes Erleben und profunde Sachkenntnis zurückgreifend, hat die für den Laien zunächst verwirrenden technischen Zusammenhänge in einer populären Weise aufbereitet, die an Anschaulichkeit nichts zu wünschen übrig läßt.
Antike Schiffe geben Auskunft
Entlang den einstigen Seehandelswegen, in der Nähe gefährlicher Kaps und Riffe, werden seit den 50er Jahren unseres Jh.s Wracks geborgen, die Aufschluß geben über die Schiffbautechnik der alten Ägypter, Phöniker, Griechen und Römer, aber auch über den Umfang des Schiffsverkehrs. Die Menge der gesunkenen Handelsschiffe verführt zu dem Schluß, daß in der Antike ein Schiffbruch fast alltägliches Ereignis gewesen sein muß! Man holte aus den Tiefen eine Unzahl Amphoren, Marmor-und Bronzeskulpturen empor.
Archäologisch bedeutsame Wrackbergungen in nordischen Gewässern
Der Autor, selbst leidenschaftlicher Taucher, hat einige Phasen der Bergung und Restaurierung des
schwedischen Kriegsschiffs WASA miterlebt und gibt einen dramatischen Bericht. Die Begebenheiten um das »Kupferschiff« aus der Gdansker Bucht sind nicht weniger erregend. Wikingische Handelsplätze, die — der Sage nach — von Königin Margarete quer zur »Pfefferrinne« versenkten Schiffe im Roskilde-Fjord und die Bremer Kogge erzählen über das Woher und Wohin der Menschen vor uns.
Wracks in nordamerikanischen Gewässern
Vielleicht gelingt es demnächst, das Wrack der SANTA MARIA mit Sicherheit zu lokalisieren? Sollten gar die von Robert Marx in der Nähe von Saint Ann's Bay gefundenen Wracks Kolumbus'
SANTIAGO und CAPITANO sein, dann bekämen die Fachleute wertvolle Hinweise über den Schiffbau des 15./16. Jh.s.
Lanitzki führt mit seinen Aufzeichnungen von bemerkenswerten Ereignissen der Unterwasserarchäologie in das Gebiet der Großen Seen, zu den Schiffbruchstellen der Pelzhandelsrouten, den Schauplätzen von Seeschlachten des Unabhängigkeitskrieges, aber auch zu Edward Herbert Thompsons wagehalsigen Unternehmungen im Todesbrunnen von Chichen Itza
Versunkenen Kulturen auf der Spur
Die alten Häfen am Mittelmeer fordern förmlich zu archäologischen Forschungen heraus. Manche Wissenschaftler halten zum Beispiel den schlammigen Grund des Alten Hafens von Marseille (Massalia) für ein Buch griechischer Geschichte (dies zu prüfen, müßte man allerdings das Hafenbecken auspumpen). Besonders viele eindrucksvolle Zeugen griechischer Kultur finden die Archäologen an der Schwarzmeerküste: Sinope, Tomi (Constanta), Mesembria (Nesebar), Odessos (Varna) oder Apollonia (Sozopol). Port Royal auf Jamaika fällt es als »Piratenbabylon« aber auch nicht schwer, Interesse zu wecken.
Sporttaucher — unentbehrliche Helfer des Archäologen
Wenn Landgrabungen und Unterwasserarbeiten Hand in Hand gehen, ist der Erfolg meist nicht weit. Andererseits ist aber auch eine Partnerschaft zwischen Museologen und Sporttauchern anzustreben. Wie der Autor meint, waren die Sporttaucher unbewußt Wegbereiter der Unterwasserarchäologie. Meist waren sie es, die die Fundstätten aufspürten und die Erkundung einleiteten.
Schatzgräber und Kunsträuber auf dem Meeresgrund
In der Karibik beispielsweise ist den Archäologen noch ein weites Arbeitsfeld verblieben. Vor allem gilt es hier auch gegen die Schatzgräber anzutreten: Kip Wagner, der »Tausendsassa« unter den Schatztauchern, ging bei seinem »Geschäft« durchaus systematisch und methodisch vor, als er nach dem suchte, was die spanische Silberflotte 1715 mit in die Tiefen gerissen hatte.
 

gutes Exemplar, ordentlich,

Verlag:
Leipzig : Brockhaus, VEB
gebundene Ausgabe,
Artikelnummer:
B00064607
Gewicht:
400 gr
Lagerplatz:
E54