Der Verfolger : Die Niederschrift d. Daniel Brendel / Günther Weisenborn

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  • Ausgabe: 2. Auflage
  • Umfang/Format: 179 Seiten ; kl. 8
  • Anmerkungen: Ausgabe f. d. DDR
  • Erscheinungsjahr: 1972
  • Gesamttitel: bb ; 111
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: 1.85

Günther Weisenborns frühe Werke wurden Opfer des faschistischen Ungeistes; sie verbrannten mit den Dichtungen Heines, Tucholskys und Heinrich Manns, mit einer kontinuierlich gewachsenen kämpferisch-humanistischen Literatur, zu der sich Weisenborn in Wort und Tat zeitlebens bekannte. Schon in seinem ersten Drama „U-Boot S 4" (1928) klagte er den Krieg an und rief zur Vernunft auf — als Mitglied der Widerstandsgruppe „Rote Kapelle" wurde er fünfzehn Jahre später zum Tode verurteilt und überlebte nur durch einen Zufall.
Sein Drama „Die Neuberin" und die Liebesgeschichte „Das Mädchen von Fanö", beide 1935 unter Pseudonym veröffentlicht, wurden berühmt, während der Antifaschist Weisenborn in der Illegalität kämpfte.
Weisenborns umfangreiches und vielgestaltiges Werk ist von den Erlebnissen aus jener Zeit geprägt und mit dem Willen niedergeschrieben, zur Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse beizutragen. Der Autor äußerte dazu in einem Interview: „Ich glaube, daß ein Schriftsteller nicht die wirtschaftliche Lage der Menschheit verändern kann. Aber er kann etwas tun, was mich immer mehr beschäftigt gegenwärtig: die Arbeit an den Gehirnen, den Denkweisen. Der Weltfrieden wird durch denkende Gehirne gesichert, wenn sie die Massen erreichen."
Der packend geschriebene Roman „Der Verfolger" (1961), der in mehrere Sprachen übersetzt wurde, ist auch heute noch von großer Aktualität. Aus den Worten Daniel Brendels, des „Verfolgers", spricht Weisenborns Erfahrung mit der westdeutschen Wirklichkeit: „Wir möchten laut aufschreien über die Wiedergeburt der Lüge. Und wir sollten kämpfen, alle. Ich wiederhole: Da draußen unter dem Asphalt eines unheimlichen Wirtschaftswunders liegen ganze Landschaften von Toten, wenig geehrt, unbeachtet, vergessen."
Gegen Vergessen und Gleichgültigkeit schrieb Günther Weisenborn diesen faszinierenden Roman. Die unbewältigte Vergangenheit, die neue Nazis ermutigte, beunruhigte den Schriftsteller in zunehmendem Maße: „Jeder, der weiter sah, mußte sich zur Wehr setzen, und diesem Zweck diente der Roman ,Der Verfolger`."
 

ordentliches Exemplar, Einband und Buchblock  mit kleinen Lesespuren, Buchblock altersgemäß gebräunt, Gesamtzustand: gut

Verlag:
Berlin ; Weimar : Aufbau-Verlag
Artikelnummer:
B00010599
Gewicht:
400 gr
Lagerplatz:
M6